Schulhund

Die Jakob Muth-Schule arbeitet seit 2011 erfolgreich mit der Hundgestützten Pädagogik.

Die Hundgestützte Pädagogik geht davon aus, dass durch den Kontakt zu einem Schulhund, die Schüler*innen in ihrer allgemeinen Entwicklung gefördert werden können.

Unser Schulhund Anton kam dieser Aufgabe seit 2011 mit großem Einfühlungsvermögen, Lebendigkeit und Freude nach.

Seit Oktober 2020 wird Wilma als Schulhund ausgebildet und ist einmal pro Woche in Klasse G eingesetzt.

 

Wilma trägt dazu bei:

  • Die Atmosphäre zu verbessern

  • Den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren zu fördern

  • Die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Schüler*innen zu erweitern

  • Die Frustrationstoleranz zu steigern

  • Positive Sozialkontakte zu fördern

  • Soziale Fähigkeiten zu trainieren

  • Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren

  • Die Sprachkompetenz zu erweitern

  • Leistungs- und Versagensängste zu reduzieren

  • Den Aufbau und die Stabilisierung von erfolgreichen Lernstrategien zu fördern

  • Lernerfolge zu erleben und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern

 

Das Schulhundteam besteht aus der Sonderpädagogin Leoni Gissing und der Schulhündin Wilma, die einmal wöchentlich in die Jakob Muth-Schule kommt und nur mit ihrer Besitzerin im Team agiert.

Informationen zu Wilma

Wilma ist ein Königspudeldame, die im März 2020 geboren wurde. Entsprechend ihrer Rasse hat sie die folgenden Eigenschaften:

  • Ein ausgeglichenes Temperament

  • Lebhaft und fröhlich

  • Haart aufgrund ihres Lockenfells nicht

  • Geht mit Begeisterung auf „Aktivitäten“ ein

  • Ist sehr bewegungsfreudig

  • Besticht durch ihren ausgeprägten Willen zum gehorsam („will to please“) und die leichte Führigkeit

  • Ist sehr anhänglich und liebt es, an allen Aktivitäten ihres Menschenrudels teilzuhaben

Für den Einsatz in der Schule ist es außerdem sehr wichtig, dass Wilma

  • Ein gutes Vertrauensverhältnis zu ihrer Besitzerin hat

  • Einen guten Grundgehorsam besitzt

  • Ein gepflegtes Erscheinungsbild zeigt (muss regelmäßig geschoren werden)

  • Gut sozialisiert ist und ein verträgliches, ruhiges Wesen hat

  • Kinderfreundlich ist und sicher im Umgang mit Schülern

  • Gesund und fit ist und regelmäßig tierärztlich betreut wird (regelm. Impfung und Wurmkur)

  • Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung vorliegt

  • Eine adäquate Versorgung mit Familienanschluss hat

  • Nicht überfordert wird

 

Informationen zu Frau Gissing

Frau Gissing hat Erfahrung in der Begleitung ihres Hundes im Arbeitsalltag. Wilma begleitet sie als Klassenhund einmal die Woche in ihre eigene Klasse.

Frau Gissing hat sich umfangreich auf die Hundgestützte Pädagogik in der Schule vorbereitet. Sie besucht seit dem Einzug von Wilma regelmäßig die Hundeschule Casa Canis, in der Wilma und Frau Gissing zunächst ihre Grundausbildung absolvierten. Im Februar 2021 haben Frau Gissing und Wilma die Eignungsprüfung zur Schulhundausbildung bestanden. Seit Oktober 2021 nehmen die beiden als Mensch-Hund-Team an insgesamt 12 Wochenendseminaren und 12 Praxiseinheiten der Therapiehundausbildung der Hundeschule Casa Canis teil.

 

Informationen zum Einsatz in der Schule

Vor dem Einsatz von Wilma in Klasse G wurden die Eltern der Schüler*innen mit einem Elternbrief informiert. Später erfolgt die Weitergabe der Informationen über die Homepage der Schule.

Wilma wird derzeit nur im Klassenverband von Klasse G eingesetzt. Wilma begrüßt die Kinder morgens mit einem ritualisierten Spiel. Danach ist sie im Matheunterricht anwesend. Durch ihre Anwesenheit wird die Atmosphäre in der Klasse positiv beeinflusst. Dann werden Spiele mit Wilma angeleitet oder die Schüler*innen brechen gemeinsam mit ihr zu einem Spaziergang im nahegelegenen Wald auf. Die Schüler*innen können auf diese Art und Weise Unsicherheiten überwinden, Kontakte aufnehmen, Geborgenheit finden und ihrem Bedürfnis nach Bewegung nachkommen. Wilma unterstützt die Erziehungsarbeit der Lehrkräfte.

 

Grundbedingungen:

  • Keine krankhafte Angst der Schüler*innen vor Hunden

  • Keine vorliegenden medizinischen Indikationen der Schüler*innen (z.B. Allergien)

  • Vorbereitung auf den Umgang mit Wilma durch aufgestellte Regeln

  • Anleitung der Schüler*innen im Umgang mit Wilma

  • Ständige Anwesenheit von Frau Gissing

 

Um eine Überforderung des Hundes zu vermeiden, benötigt Wilma ausreichende Ruhephasen und nutzt als Rückzugsraum das Büro der Schulsozialarbeiterin Tina Holzapfel.

Wilma wird nicht in Klassen eingesetzt, in denen Schüler*innen eine Allergie haben. Da Sie keine Haare verliert, kann sie sich in der Schule frei bewegen. Lediglich der direkte Kontakt mit Schüler*innen die eine Allergie haben muss vermieden werden.

Wilma agiert nicht in der Sporthalle und in Küchen oder Essensräumen.